Saison 2011/12 

(Steffi Brandt) Wäre die Saison-Fieberkurve des TSV Völpke eine echte,müsste man sich ernsthafte Sorgen um den Gesundheitszustand der Spieler machen,denn denen dürfte danach ganz schön kalt gewesen sein. Immerhin fiel die Mannschaft im Laufe dieser Spielzeit vom vierten auf den 14. Tabellenrang ab.

 

Bis zum neunten Spieltag schaffte es das Team vonTrainer Thoralf Bennert, immer mal wieder Achtungszeichen zu setzen und so zwölf Punkte zu sammeln.

Die Siege gegen Edelweiß Arnstedt, Rot-Weiß Kemberg, Fortuna Magdeburg und den VfB Sangerhausen zeigten, dass sich die Mannschaft in der Offensive verbessert hatte. Immerhin wurden allein in diesen vier Spielen 16 Tore erzielt, insgesamt bis zum neunten Spieltag 19. In der gesamten Spielzeit 2010/11 waren es nur 38 gewesen. Zwischenzeitlich knüpfte die Bennert-Elf sogar dem späteren Aufsteiger HFC II in einem vorgezogenen Spiel des zwölften Spieltages einen Zähler ab (Endstand 1:1).

 

Leider hatte der TSV damit sein Pulver aber auch schon verschossen. Bis zur Winterpause gelangen nur noch vier Treffer. Durch eine nun folgende Serie von elf Spielen ohne Sieg (die Partie gegen GW Wolfen wurde annulliert) ging es in der Tabelle auf Talfahrt, von Platz sieben rutschte die Mannschaftauf Platz 13 ab. Gepunktet wurde nur beim 0:0 gegen den BSV Halle-Ammendorf.

 

Das Abstiegsduell gegen Fortuna Magdeburg am 22. Spieltag gewannen Herrmanns, Bree und Co. dann endlich mit 2:0, womit der Klassenerhalt in trockenen Tüchern war. Die Mannschaft legte sogar mit einem 4:2 beim 1. FC Lok Stendal nach und sorgte in der Schlussphase der Saison mit einem 1:1 gegendie Reserve des 1. FC Magdeburg und dem 1:1 gegen Romonta Amsdorf noch einmalfür kleine Lichtblicke.

 

Insgesamt kamen die Völpker im Saisonverlauf nur auf 22Punkte und erzielten ein Torverhältnis von 39:67. Das angestrebte Ziel, eineinstelliger Tabellenplatz wurde mit Rang 14, dem ersten Nichtabstiegsplatz, klar verfehlt. Im Vergleich zur Katastrophensaison 2010/11 holten die Grün-Weißensogar noch sechs Punkte weniger, erzielten nur ein Tor mehr und kassierten 13 Gegentreffer mehr. Wobei durch die Annullierung der Spiele gegen Wolfennatürlich auch zwei Partien weniger ausgetragen wurden. Dennoch eine erschreckende Bilanz. Am Saisonende wurden Christoph Grabau, Philipp Bläsing,Matthias Güldner, Daniel Schubert, René Hasse und Christian Wernecke verabschiedet. Es bleibt abzuwarten wie und ob der TSV diese Abgänge überhaupt kompensieren kann. Ein Lichtblick ist in diesem Zusammenhang sicher die - wenn auch etwas aus der Not geborene - Integration einiger junger Spieler aus der Reserve in der zurückliegenden Saison. An erster Stelle ist hier wohl Martin Ilsmann zu nennen, der inzwischen aus der TSV-Abwehr kaum wegzudenken ist.

Saison 2010/11 Ende gut, alles gut   

das werden sich die Völpker Verbandsliga-Fußballer nach der Saison 2010/11 sagen. Bei 28 Punkten aus 30 Spielenkann man noch nicht einmal mehr von einer durchwachsenen Seriesprechen. Nein, das war einfach schlecht! Mit einem Schlussspurt, den kaum noch jemand erwartet hatte, verhinderte die Elf von Thoralf Bennert dann aber doch noch den Abstieg und versöhnte ihre leidgeprüften Anhänger. Dass dies keine einfache Spielzeit werden würde, war nach dem großen Umbruch klar. Zahlreiche routinierte Spieler verließen den Verein und wurden durch junge, unerfahrene ersetzt.

 

Aufgrund der langjährigen Zugehörigkeit des TSV zur Verbandsliga fieles aber selbst nach dem verpatzten Saisonstart mit nur einem Punkt aussieben Spielen schwer zu glauben, dass es für die Völpker in dieser Saison tatsächlich ums blanke "Überleben" in der Liga gehen würde. Mit dem Abstiegskampf hatte kaum ein TSV-Kicker Erfahrung und das machte sich dann auch bemerkbar. Nach Siegen gegen Arnstedt und Amsdorf sowie dem Remis gegen den OSC schien sich das Team gefangen zu haben, aber das war nur ein Strohfeuer. Immer wieder folgten auf einzelne Erfolge lange Pleitenserien, so dass der TSV tatsächlich an 20 von 30 Spieltagen aufeinem Abstiegsrang stand. Gerade noch rechtzeitig erwachte der Kampfgeist der Mannschaft, das Team raufte sich zusammen und gewann die letzten vier Partien. Dabei schossen die Bördekicker dann auch 17von 38 Saisontoren. Der Knoten war geplatzt - spät, aber gerade noch rechtzeitig. Großen Anteil am Klassenerhalt hatte mit Sicherheit Torhüter Norman Tenneberg, der als einziger Völpker eine gute Saison spielte und einem in seinem Kasten schon manchmal Leid tun konnte. Der Rest des Teamsschöpfte kaum das eigene Leistungsvermögen aus. Oft sah der Spielaufbau - typisch Völpke - gefällig aus, war aber am Ende brotlose Kunst. Dass der TSV nach Platz zwei im Vorjahr auch in derFairnesstabelle auf den vorletzten Rang abgerutscht ist, macht den Eindruckder verkorksten Saison perfekt. Bleibt zu hoffen, dass das Team die Form der letzten Spiele mit in die neue Saison nimmt. 

 

Ronny Bree: Wir haben ganz schwer in die Saison gefunden. Es fehlte die Konzentration und es gab viel Durcheinander im Umfeld. Die Neuzugänge konnten den Weggang von Heckeroth und Müller nicht kompensieren. Für mich persönlich war das die schwerste Saison in Völpke - mit gutem Ende, weil in den letzten Spielen alle das gezeigt haben, was man immer hätte zeigen sollen.  

 

Ingo Hermanns: Wir hatten viele Abgänge zu beklagen und konnten in der Kürze der Zeit kaum reagieren, daher wurden nur wenige Neuzugänge geholt. Es war klar, dass es eine harte Saison wird, aber dass es so schwer wird, damit habe ich nicht gerechnet. Am Ende haben wir den Klassenerhalt aufgrund einer Leistungssteigerung von Spielern geschafft, die vorher nicht alles abgerufen haben  darunter auch Leistungsträger.

 

Matthias Güldner: Für mich lief es nicht wie erhofft. Ich wollte eine neue Rolle einnehmen, habe mich damit aber schwer getan. Da ich auswärts studiere, war es schwer zu trainieren. Ich danke dem Verein und meinen Mitspielern, dass ich trotzdem meine Spielanteile bekommen habe. Was die Leistung angeht, ist bei uns allen noch Luft nach oben.

 

Norman Tenneberg: Für mich persönlich war das sicherlich eine gute Saison, aber es war nicht so, dass ich deshalb gute Laune gehabt hätte. Wenn wir trotzdem abgestiegen wären, hätte meine Leistung am Ende keine Bedeutung gehabt.  

 

Von Stefanie Brandt

 

 

 

 

 

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