Zwischenbilanz 2012/13 

 

Nach Ableistung der Hinrunde der Meisterschaft 2012/13 kann von Völpker Seite nicht von einer gelungenen Halbserie gesprochen werden. Der momentane 15. Tabellenplatz, und somit erster Abstiegsplatz, ist für keinen Beteiligten befriedigend. Welche Ursachen waren dem schwachen Abschneiden förderlich.

Nach der sicherlich guten Vorbereitung war allen Spielern und Betreuern klar, dass eine schwierige Saison bevorsteht. Derdoch angenehm gut ausgebildete und zahlenmäßig ausreichend anmutende Kader schien allen Befürchtungen zu wider für eine erfolgreiche Saison gerüstet. Das erste Saisonspiel in der Meisterschaft konnte gleich als „Gradmesser“ herhalten. Mit Groß Santersleben stellte sich ein Meisterschaftsfavorit in Völpke vor. Mit einer sehr guten Leistung konnte dieser Gegner mit 2:1 bezwungen werden. Im ersten Auswärtsspiel, beim Aufsteiger ISV Haldensleben, zog sich das Team trotz der Niederlage achtbar ausder Affäre. Leider konnte gegen den Oschersleber SC eine Vielzahl an sehr guten Chancen nicht in einen Sieg umgemünzt werden. Hier wurden klar zwei Punkte liegen gelassen. In diesem Spiel wurde erstmals auch ein Manko der Verbandsligareserve ausgemacht. Der Angriff ist nicht durchschlagskräftig. Hier ist ein Nils Himmstädt  qualitativ zuwenig um Erfolg zu haben.  Welch wechselhaftes Spielvermögen die Mannschaft an den Tag legte, wurde in den folgenden beiden Partien belegt. Sang und Klanglos wurde beim bis dahin sieglosen Absteiger Rogätz verloren. In der folgenden Woche wurde der immens starke Aufsteiger aus Irxleben bezwungen. In diesen Spielen zeigte sich, dass,wenn in der Mannschaft Vollzähligkeit vorherrscht, jeder Gegner bezwungen wird. Aber  bei Fehlen einiger Leistungsträgerdie vielen nachstrebenden „Jungspieler“ diese noch nicht ersetzen können. Beider Ausgeglichenheit dieser Liga sind kleinste Unterschiede im Spielvermögen entscheidend.

In diese Zeit fielen auch die grandiosen Spiele  im Pokalwettbewerb. In Angern wurde ein Rückstand aufgeholt. Highlight der  Pokalsaison ist zweifellosdas Spiel gegen den SV Hötensleben. Wie sich hier die elf Spieler in die Partie „knieten“, ist als sensationell zu bezeichnen. Die taktischen Vorgaben hervorragend umsetzend, konnte das Match nach Rückstand, gewonnen werden. Die Gäste zeigten sich arrogant und überheblich. Wenige der Gästeaktiven zolltenden Völpkern nach der Verlängerung den verdienten Respekt. Gegen den zweiten Landesklassegegner Kali  Wolmistedt verlor des TSV nach gutem Spiel leider mit 2:3.

In den nun folgenden Wochen zeigte sich der Kader als doch zu klein. Nun begann die „Leidenszeit“ der TSV-Spieler. Der Kader wurde immer weiter ausgedünnt. Zu den Langzeitverletzten-, und kranken Moritz Stieber, Sascha Villwock bzw. Bastian Zander (Afghanistan) gesellten sich nun Nico Burchhardt und Nils Schellhase. Diese beiden Spieler absolvierten keine Partie mehr. Das Axel Wolter und Sebastian Wurzer Samstags regelmäßig arbeiten waren, verschärfte die Situation immens. Als sich Sebastian Burchhardt in Süplingen einen Kahnbeinbruch zuzog, war seine Hinspielsaison beendet. Nun eskalierte die Spielersituation. So konnte gegen Klein Wanzleben Remis gespielt werden. Auch hier trotz aller Spielersorgen ein Sieg möglich. Die klare Niederlage in Seehausen läutete eine Serie von punktlosen Spielen ein. So konnte in Samswegen und Osterweddingen mit nur sieben bzw. acht Akteuren angereist werden. Hierbei zeigte sich aber die taktische und spielerische Klasse der Beteiligten. Sie ließen die gegnerischen Mannschaften, bis zum Abbruch der Partien, vierzehn und fünfzehn Mal ins Abseits laufen. Leider reichte es gegen diese schwachen Gegner, aus bekannten Gründen, nicht zum Punktgewinn. In diesen Spielen zogen sich Kevin Köhne und Alexander Patyk noch Muskelfaserrisse bzw. Zerrungen zu. Sie fielen in den verschiedensten nachfolgenden Spielen auch noch teilweise aus. Zahlreiche Matches musste auf Mario Luerding verzichtet werden. Seine Rückenprobleme zwangen ihn, aufärztlichen Rat, zu Spielpausen. Zu Guter Letzt war Sebastian Wurzer in den letzten drei Saisonspielen wegen eines Innenbandschadens im Knie nicht einsatzfähig. So konnte also zum Ende der Halbserie konsterniert festgestellt werden, dass eine solche Serie wohl für alle Beteiligten einmalig- im Sinne von „negativ“ zu bezeichnen ist. Hierbei konnte auch das Engagement der „Aushilfe“ der Spieler der ersten Mannschaft wenig helfen. Der Aderlass im gesamten Team konnte von Ihnen nicht aufgefangen werden.

Einen Aufwärtstrend verhießen die Spiele 12,13 und 15 in der Meisterschaft. Gegen den HSC (Remis), Altenweddingen (äußerst unglückliche Niederlage in der letzten Spielminute) und das unglückliche Remis gegen den direkten Abstiegskonkurenten Dahlenwarslebenlassen Hoffnung keimen. Hier konnte die Mannschaft endlich wieder einmal teilweise ihr Potential abrufen. Mit einer schlagkräftigen Mannschaft antretend, zeigte sich das Team den Gegnern ebenbürtig.

Ein weiterer Faktor der mit zu der unbefriedigenden Platzierung führte, ist sicherlich die Spielvorbereitung oder auch Konzentration auf das bevorstehende Match. Diese fängt natürlich schon am Vortag an und nicht unmittelbar vor dem Spiel. Einige der Spieler scheinen sichder prekären Situation nicht bewusst und sollten die Nebenschauplätze ausblenden. Sie beschäftigen sich allzu oft mit sich selbst oder anderen unwichtigen Dingen. Dies muss entschieden besser werden. Alle Spieler  oder alle Beteiligten sollten sich wieder auf das Wesentlich beschränken und so den Weg für eine erfolgreiche Rückrundeebnen. Sicherlich wird die erwartete Rückkehr der Langzeitverletzten und anderweitig Verhinderten das Team wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen. Somit ist der TSV auch wieder weniger ausrechenbar, da viele Positionen doppeltbesetzt sind. Das sich der Erfolg nicht immer erzwingen lässt, sollte jedem bekannt sein. Aber mit Vollzähligkeit der Mannschaft sollte der Spaß am Fußball wieder kommen und somit wird sich der Erfolg wieder einstellen. Ein weiterer Vorteil könnten die Rückrundenspiele sein. So hat der TSV Völpke alle unmittelbaren Kontrahenten zu Hause zu Gast. Um diese Erfolgseventualität im Vorfeld ausschließen zu können, ist es notwendig, in den Auswärtsspielen endlich einmal voll zu überzeugen. Das die Mannschaft dazu in der Lage ist,zeigte sie in einigen Spielen.

Nun heißt es, sich in den nächsten Wochen zuregenerieren, die Langzeitverletzten müssen auf ein vernünftiges Spielniveau gebracht und in die verschiedenen Spielkonzepte eingebaut werden. So sollte, mit neuem erstarktem Selbstbewusstsein, das Ziel- Nichtabstieg- zu realisierensein!

 

Rückblich 2011/2012 

 

Nach der durchwachsenen Vorbereitung zur zweiten Halbserie startete die zweite Vertretung des TSV mit gemischten Gefühlen in diese. Das einzige Vorbereitungsspiel beim höher klassigen Gegner in Schlanstedt wurde äußerst unglücklich verloren. Hier zeigte sich, dass mit Kevin Köhne und Danny Herzberg, die beiden Neuzugänge hervorragend in das Team passen. Danny Herzberg konnte die in ihn gesetzten Erwartungen mehr als erfüllen. Kevin Köhne konnte zum Ende der Saison sein spielerisches und taktisches Potential abrufen. Beide sind im Team hervorragend integriert und aus diesem nicht mehr wegzudenken. Mit dem Sieg im Nachholespiel gegen Dahlenwarsleben, konnte die Verbandligareserve eine beispiellose Aufholjagd starten. Die ehrgeizigen Pläne, ein Platz unter den ersten sieben Mannschaften der Tabelle, 40 Punkte und beste Reservemannschaft, konnten so in Angriff genommen werden. Die personelle Situation begann sich zu entspannen. Nils Schellhase konnte wieder im Team begrüßt werden und reifte zueiner festen Größe. Das „Helfen“ beider Männermannschaften untereinander verbesserte sich zusehends. Wie die „Truppe“ auf dem  ungeliebten Kunstrasen in Haldenslebenauftrat, ist bemerkenswert. Hier bewiesen alle Spieler gewachsenes Selbstvertrauenund verdienten sich vom gegnerischen Trainer ein Sonderlob. Leider konnte im folgenden Spiel gegen Niederndodeleben die drückende Überlegenheit nicht in zählbares umgemünzt werden. Durch ein kurioses Eigentor von Nico Burchhardt verlor der TSV mit 0:1. In diesem Spiel hatte der Meisterschaftsanwärter nicht eine gute Chance. Aber ….., Tore zählen!  

 

Mit zunehmender Spieldauer setzte sich der TSV immer weiter von der Abstiegszone ab. Die niederschmetternden elf Punkte zur Hinserie spiegelten nicht das wahre Spielvermögen der Mannschaftwieder. Die Zahl der Abstiegskandidaten verlängerte sich immer mehr. Mit Spielverständnis und unbändigem Siegeswillen konnten Gegner wie Süplingen, Oschersleben, Oebisfelde, Osterweddingen und Bregenstedt bezwungen werden. Hier zahlte sich der Einsatz von aktiven der „Ersten“ positiv aus. Zumal dies nicht immer selbstverständlich war. Stück für Stück konnte sich der TSV nach obenschieben und die ehrgeizigen Pläne nahmen Gestalt an. Jegliche Gegnerschaft zollte nun wieder der Mannschaft den notwendigen Respekt. Der TSV war in seinen Offensivaktionen nicht mehr so leicht ausrechenbar und spielte variabler. Welchsuper taktisches Spielvermögen diese Truppe besitzt, zeigte sie beim SVHötensleben. Dem Aufsteiger auf „Augenhöhe“ zu begegnen und Paroli zu bieten, ist ein Indiz dafür. Leider konntesich der schwach pfeifende Schiedsrichter Robert Scheer nicht dazu durchringen,einen berechtigten Handelfmeter und die dazugehörende rote Karte für einenHötensleber Spieler, zu geben. Der besagte „Leiter“ entschied sich in diesemSpiel einmal für Hötensleben und zwei Mal gegen Völpke (fragwürdige rote Kartefür Thomas Leonardi). Seine äußerst fragwürdigen Regelauslegungen und Ausflüchte nach Spielende, sind nicht hin nehmbar (keine Aktionen bei den rassistischen Beleidigungen gegen Thomas Leonardi). Traurig!

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass mit Mario Luerding (in Osterweddingen) ein Spieler fast die komplette zweite Serie fehlte. Er verletzte sich schwer und erfüllte seine neue Rolle, neben der Spielfläche, bestens. Hierfür gebührt ihm besonderer Dank. Nils Himmstädt zog sich eine Bänderverletzung zu. Diese zwang ihn zu einer mehrwöchigen Pause. Auch dieses Handicap wurde von den verbliebenen Spielernkompensiert. Bastian Zander konnte, beruflich bedingt, nur sporadisch am Spielbetrieb teilnehmen. Kevin Kassebaum blieb das Verletzungspech treu. Eine Trainingsverletzung zwang ihn zum langwierigen „Zuschauen“. So konnten sich die Spieler in das Geschehen einbringen, welche wenig Einsatzzeiten in den vorigen Spielen hatten. Hier zeichnete sich besonders Alexander Patyk aus. Wenn er es schafft, disziplinierter in die Spielvorbereitung zu gehen, ist er aus der Mannschaft nicht mehr weg zu denken. Universell einsetzbar ist er bei seinen Offensivbemühungen der effektivste Spieler. Weiter so! Mit Nick Funke wurde ein Nachwuchsspieler langsam an das Niveau der Bördeliga heran geführt. Ihm ist zuwünschen, dass er seine „Negativerlebnisse“ schneller ablegt und so schnellervoraus schauen kann. Immer die Ruhe bewahren!

 

Das Ziel einer jedenzweiten Vertretung eines Vereins ist es, Spieler für die jeweilige erste Mannschaft auszubilden. Insgesamt konnten zehn Aktive der TSV-Resreve Verbandsligaluft „schnuppern“. Mit Martin Ilsmann erspielte sich ein Eleve sogar Stammspielrecht. In der folgenden Saison werden berechtigter Weise, Michell Rzehaczek und Kevin Zimmermann, den Kader der ersten Männer-mannschaft verstärken. Dies ist natürlich ein großer Verlust für die zweite Vertretung. Aber dieser Schritt ist Ausdruck ihrer gewachsenen Spielstärke und sollt sie inihrer Persönlichkeit voran bringen. Alles Gute auf dem neuen sportlichen Weg!

 

Augenmerk liegt natürlich auf der Ausbildung neuer junger Talente. Hier ist der TSV besondersgut auf gestellt. Mit Marvin Becker (ist bereits in den Fokus von ThoralfBennert geraten), Tobias Grahn und dem Torwart Stefan Adach sind talentierteSpieler beim TSV ansässig. Diese jungen Aktiven werden mit Bedacht an das Leistungsniveau der Männermannschaften gewöhnt. Hierbei stellten sie ihr Talent bereits unter Beweis. Auf ihre weitere Entwicklung kann mit Spannung gewartet werden. Hier soll auch nicht Moritz Stieber vergessen sein. Leider zog er sicheinen Kreuzbandriss zu und fiel die gesamte zweite Serie aus. Er konnte sich inder Vorbereitung und in seinen Einsätzen erste „Sporen“ verdienen. Seine Genesung wird den Konkurrenzkampf im Team weiter anfachen.

 

 

 

 

 

© TSV Völpke